Die Pferde und Menschen in Ägypten brauchen uns!

Im Süden des Landes herrscht Armut. Mensch und Tier kämpfen ums Überleben. Die Futterbeschaffung aus der Grünen Zone, dem Nildelta, ist durch die anhaltenden Unruhen problematisch. Vielen Pferden steht kein Raufutter zur Verfügung, stattdessen werden sie immer wieder mit Hotelabfällen wie Nudeln, Salat, Brot, etc. gefüttert. Viele sterben an Verstopfung und Koliken. Auch den Menschen, deren Einnahmequelle der Tourismus ist, geht es zurzeit sehr schlecht. Ihnen steht kein Geld zur Verfügung, um die Situation zu verbessern. Zudem ist ihr Wissen über Pferde und das damit verbundene Handling sehr dürftig. Aus diesem Grund habe ich mir zum Ziel gesetzt, diese Menschen zu unterstützen und sie im Umgang mit ihren Pferden zu schulen.

So machte ich mich 2013 und erneut 2015 auf, Pferdebesitzer, Züchter und Hufschmiede vor Ort zu treffen und mit ihnen zu arbeiten. Die Untersuchung der Pferde zeigte erhebliche Blockaden und Verspannungen im Rücken und im Genickbereich – vermutlich eine Folge des Anbindens an den Futtertonnen und des harten Handlings. Zudem waren Fälle von Unterernährung, schlechten Hufen und kaputten Zähnen vorzufinden. Auch die Werkzeuge zur Hufbearbeitung waren sehr schlecht.

Mithilfe vieler Sachspenden, die ich gesammelt hatte, konnte ich zusätzlich zu meiner Schulungsarbeit mit Materialien wie Halftern, Decken, Werkzeug, uvm. helfen. Trotzdem ist dies nur der Anfang eines langen Weges, den Pferden und ihren Menschen dort zu helfen und wir werden nun von Deutschland aus Transporte mit Hilfsgütern organisieren. Die nächsten Treffen in Ägypten sind zur Zeit in Vorbereitung.