Ängstlich oder dominant? – Abgetaucht oder entspannt?

Liebe Pferdefreunde,

der Weg mit unseren Pferden ist nicht immer einfach, und viele Dinge werden oft von Besitzern falsch interpretiert. So werden oft ängstliche Pferde durch ihr Verhalten als dominant angesehen, Pferde die innerlich abgetaucht sind (introvertiert) als entspannt, Pferde mit körperlichen Problemen werden als aufmüpfig deklariert usw. Es gibt jede Menge Lektüre und trotzdem fällt es dem Ein oder Anderen schwer, die Dinge zu erkennen.

Viele solcher Pferde wechseln den Besitzer, oder es kommt im Laufe der Zeit zu Unfällen und/oder zu körperlichen Defiziten beim Pferd. Die Hufe sind ein wichtiger Faktor: sie spiegeln uns oft die Probleme im Pferd wieder, was wiederum bei falscher Bearbeitung Probleme ins Pferd hineinprojiziert. Auch fehlerhafte Druckverhältnisse in der Sattellage führen zu erheblichen Schmerzen beim Pferd und unerwünschten Verhaltensmustern (Lahmheiten, Buckeln, Steigen, etc.).

Viele fragen mich: „Wie soll man das alles wissen, ich bin doch kein Hufschmied oder Sattler…“ Ich sage immer: „Sie fahren doch auch kein Auto mit platten Reifen, ohne Bremse und ohne Benzin, obwohl Sie kein Mechaniker sind.“ Es gibt ein paar grundlegende Dinge beim Pferd, die gar nicht so kompliziert zu verstehen sind und auch nicht schwer zu erlernen (wie beim Auto auch). Sie zeigen uns aber, in welchem Zustand sich unser Pferd befindet.

Wenn ein Kind alt genug ist, wird es unter guter Führung derer, die Verständnis fürs Pferd haben, dies ebenfalls mit der Zeit erlernen. Wenn ich einem Kind ein Messer gebe und die Zeit dafür noch nicht reif ist wird es katastrophale Folgen haben. Aber unter Aufsicht und dem erlernten Verständnis für diesen Gegenstand wird es später kein Problem mehr sein. Wir sollten nicht immer meinen, alles mit Gesetzen zu regieren, sondern anfangen, ein Verständnis für die Dinge zu entwickeln, die um uns herum passieren

Aus Liebe zum Pferd,
Euer Frank

Frank