Angst erkennen

Liebe Pferdefreunde,

wer kennt das Phänomen von Angstzuständen nicht? Wenn wir in eine Situation geraten, in der wir uns sehr unsicher fühlen oder Angst haben, schlägt das Herz bis zum Hals und es nimmt uns die Luft zum Atmen. Erst wenn wir dieser Situation entfliehen können, oder merken, dass uns jemand „an die Hand nimmt“ und wir doch gut aufgehoben sind, können wir uns wieder entspannen. Bei vielen Pferden denen ich begegne finde ich dieses Phänomen. Ich zeige meinen Klienten immer wieder, wie einfach man den Unterschied zwischen Beanspruchung (schnellere Atmung/Herzfrquenz, z.B. durch Gallopieren oder Traben) und Angstzustand bei gleicher Beanspruchung (dort ist die Herzfrequenz deutlich stärker zu spüren) feststellen kann. Viele solcher Pferde atmen auch flacher, anstatt tief zum Zwerchfell. Durch den erhöhten Blutdruck steigt meiner Meinung nach auch der Druck im Auge an, was in einigen Fällen zu Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen) führt, wenn dieses Phänomen über einen längeren Zeitraum besteht. Zu dieser Erkenntnis bin ich gekommen, indem ich mit verschiedenen Pferden Versuche gemacht habe.

Ich möchte nochmal betonen, dass Pferde keine Gebrauchsgegenstände sind, sondern ein „Spiegel unserer Selbst“. Wir haben leider viele unserer Instinkte verloren, die vieles im Umgang mit dem Gegenüber vereinfachen würden. Aber eins soll uns bewusst sein: Wir sind auch nur geduldet auf dieser Erde, denn sie kann uns genauso zerstören wie wir die Tiere auch.

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