Horsemanship – keine Technik, sondern eine Lebenseinstellung

Die Art der Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist Ausschlaggebend für alle Interaktionen – für alles was so funktioniert, wie wir es gerne hätten, aber auch für alle Probleme miteinander. Jeder guten Beziehung liegt vor allem Achtsamkeit zugrunde. Aus ihr entsteht Vertrauen und Respekt. Kommunikation spielt hier eine zentrale Rolle: Verstehen Sie, warum Ihr Pferd sich so verhält, wie es das tut? Oder: Versteht Ihr Pferd, warum Sie sich entsprechend verhalten? Sie wissen genau, was Sie von Ihrem Pferd wollen – aber wissen Sie, was Ihr Pferd von Ihnen erwartet und braucht?

Häufig ist die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd gestört und es kommt zu vielerlei Problemen: das Pferd lässt sich nicht verladen, geht im Gelände nicht über Brücken, kann sich nur schwer konzentrieren, lässt sich nicht einfangen uvm. Als Ausbilder von Reiter und Pferd ist es mein persönliches Anliegen, Sie auf die Details aufmerksam zu machen, die für das Pferd einen so großen Unterschied bedeuten. Meine Aufgabe ist es, Ihnen und Ihrem Pferd Lösungsansätze aufzuzeigen, die zu einer deutlichen Verbesserung ihrer Kommunikation untereinander und somit auch ihrer Beziehung zu dem Partner Pferd beitragen. Die Erfahrungen mit den Pferden hat mich vor allem eines gelehrt: Psychischer und physischer Druck, Zwang, oder eine perfekte Technik bringt niemanden seinem Pferd näher. Problem werden sich auf diese Art nicht lösen lassen.

Horseman Buck
Frank mit Buck Brannaman

Jahrelang habe ich unterschiedlichste Pferde beobachten können. Sie alle trugen zu meinem heutigen „Pferdewissen“ bei und ich habe im Laufe der Zeit meine eigenen Methoden im Umgang und der Arbeit mit den Pferden entwickelt. Neben all dem Wissen ist die Technik durchaus ein wichtiger Aspekt. Jedoch liegt dieser das Gefühl zugrunde, mit dem sie ausgeführt wird. Dieses Gefühl ist meines Erachtens nach ausschlaggebend dafür, ob die geforderten Aufgaben gelingen oder nicht. Horsemanship ist keine Reitweise, sondern bedeutet unter Anderem, einen persönlichen Weg zu seinem Pferd zu finden und das gewünschte Verhalten zu erreichen, ohne eine Vielzahl an Hilfsmitteln zu verwenden. Ein guter Horseman zu sein bedeutet immer wieder aufs Neue: genaues Beobachten, (Um-) Denken, Fühlen und Lernen. Horsemanship ist demzufolge keine Technik – es ist eine Lebenseinstellung, mit der wir täglich einen Weg zu unserem Partner Pferd suchen.