Die Beziehung von Pferd und Mensch

Liebe Pferdefreunde,

wir leben in einer Zeit, in der alles immer besser und schneller werden soll. Doch was letztendlich dabei rauskommt, erfahren wir am eigenen Leib: nichts hält mehr so gut wie früher, es gibt mehr Stress und Unruhe, jeder setzt dem Ganzen noch einen oben drauf und will noch mehr – und dabei vergessen wir, uns selber mal zu reflektieren, Probleme zu analysieren. Pferde können wir nicht „regieren“. Sie haben ein Gespür für jede noch so kleine Veränderung, ob in der Bewegung oder auch mental. Pferde haben in jeder Situation Angst, ihr Leben zu verlieren und suchen deshalb nach Sicherheit (Führung) und nicht nach einem „Herrscher“. Führung bedeutet, emotional entspannt und abgeklärt zu sein und sich der Dinge, die man tut sicher zu sein und sie nicht in Frage zu stellen – vorausgesetzt, das Pferd versteht, was ich ihm vermitteln möchte. Ein Herumscheuchen oder auch hektische, fehlerhafte Bewegungsabläufe werden das Pferd nicht an uns Binden. Die gleichen Probleme finden wir auch in unserer Gesellschaft wieder, ob mit Kindern, Hunden, Katzen, etc.: bei Zwang und Druck wird auch der Mensch versuchen, aus der Situation heraus zu kommen und ihr zu entfliehen.
Wir sehen immer nur noch fertige Produkte in Hochglanzformat, ob im Film oder auf Bildern, aber die Arbeit die nötig war, um dort hin zu gelangen, wird nicht präsentiert – weder im Film noch anderswo. Es kommt nicht darauf an, wie du dein Pferd reitest (siehe Behinderte oder kleine Kinder), sondern darauf, dass das Pferd dir vertraut.

 

Euer Frank

 

 

 

 

Frank