Gebisslos reiten

Liebe Pferdefreunde,

gebisslos zu Reiten wird immer populärer, doch viele Reiter trauen sich nicht, es umzusetzen – aus Angst die Kontrolle über ihr Pferd zu verlieren. Genau das ist aber nur unsere innere Einstellung. Woher kommt dieses Gefühl und Denken?

Zum einen muss man erwähnen, dass wir Menschen vom Affen abstammen und das Festhalten oder auch Klammern in unserer Natur liegt. Des Weiteren sind wir geprägt von der Erziehung. Ergibt sich also die Situation, dass mein Pferd unerwünschte Reaktionen beim Ausritt oder in der Halle zeigt (weg springt oder durchgeht), wäre die Reaktion beim Reiter ein kurzzeitiges Verlieren der Sitzposition und dadurch extremes Festhalten am Zügel, um zu versuchen, die Kontrolle wiederzuerlangen. Was geht dabei in dem Pferd vor? Das Pferd ist ein Fluchttier und entflieht einer unangenehmen Situation, wie bei Schmerzen. Es würde in diesem Moment durch die Schrecksituation und den Druck im Maul, vergleichbar mit einquetschen unserer Zunge zwischen den Zähnen, durch flüchten. Kontrolle ist nicht mehr möglich, eher kämen noch ungewünschte Reaktionen dabei heraus, wie Buckeln oder Steigen. Es ist nicht einfach, sich immer zu überwinden, aber man wird sehr schnell feststellen, dass es ein guter Ausgleich zum Reiten mit Gebiss ist und man so feststellen kann, wie viel Druck am Zügel wirklich herrscht. Denn geritten wird über den Sitz und das Pferd soll das Gebiss „tragen“ an „leichter Hand“. Mit der Größe des Pferdes hat das übrigens nichts zu tun.

Aus Liebe zum Pferd,
Euer Frank

Frank